Schwerpunktthema Kommunales

"Halle verändert" war das Motto der Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas“ vor einigen Jahren. Und Halle hat sich auch in den vergangenen fünf Jahren verändert.

Der Eissporthallen-Neubau, der Bau des neuen Steintor-Campus, das neue Finanzamt, die Sanierung von Straßen und Schulen - wichtige Maßnahmen sind mit maßgeblicher Hilfe des Landes in unserer Stadt umgesetzt worden. Ebenso der weitere Ausbau des Uni-Campus in Heide-Süd und die Erfolge des Stadtumbaus zeigen, in Halle tut sich was.

In Glaucha konnten zahlreiche Häuser saniert bzw. vor dem Verfall bewahrt werden. Der Rannische Platz und die Torstraße wurden neu gebaut, die Sanierung des Böllberger Weges startet im März. Der Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen ist fast abgeschlossen. Das Investruine des Sportparadieses am Böllberger Weg wird bald fertiggestellt, die Hafenbahntrasse als Radweg ist fertig.

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Der Wohnstandort Hafenstrasse entwickelt sich dynamisch. Dank Hochwassermitteln haben Planetarium, Eissporthalle, der Saaleradwanderweg, das Multimediazentrum u.v. andere Einrichtungen eine gute Zukunft. Das neue Feuerwehrhaus in Trotha, der Fortschritt beim Peißnitzhaus, die Entwicklungen in Heide-Süd, der Anbau des Kunstvereins Talstraße, es hat sich viel getan.


Halle als Wirtschaftsstandort

Weinberg-Campus und Starpark bleiben die Hauptentwicklungsstandorte für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Es kommt in den kommenden Jahren vor allem darauf an, die Potenziale der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft dafür zu nutzen, mehr höher qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.  



Was entwickelt sich in den nächsten Jahren mit Hilfe des Landes?

Halle als Wissenschaftsstandort wird sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln. Der letzte Bauabschnitt der Sanierung des Universitätsklinikums in Kröllwitz steht an, ebenso der Neubau für den Fachbereich Kunst an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in der Seebener Str.. Im Umfeld des neuen Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zentrums werden sich weitere Projekte entwickeln. Ebenso wird die neue Zahnklinik den Universitätsmedizinstandort Halle weiter stärken.

In der Infrastruktur müssen begonnene Projekte vollendet, neue angeschoben werden. Die Vollendung der Osttangente bis zur B 100 ist gesichert, die A 143 hingegen noch nicht. Der Ausbau des Bahnknotens Halle schreitet planmässig voran, Ende 2017 wird Halle ICE-Knoten. Die Umsetzung des Stadtbahnprogramms gilt es mit Augenmaß voranzutreiben.

Das Land wird den Neubau der JVA beginnen, ebenso gilt es, die öffentliche Infrastruktur weiter zu verbessern. Die Sanierung von bestehenden Straßen, in der Thomasiusstr. geht es demnächst los, ist genauso wichtig wie die Versorgung mit Breitband-Internet. Auch Fahrradwege müssen weiter, wo möglich, saniert oder gebaut werden.

Ein wichtiges Standortmerkmal ist auch die hohe Krankenhausdichte in Halle. Hier gilt es, durch Kooperation und Vernetzung eine noch bessere Versorgungsstruktur aufzubauen, die Halle auch für auswärtige Patienten attraktiver macht.

Neu zu betrachten ist aus meiner Sicht die Kuturpolitik. Es ist alles andere als zufriedenstellend, wenn die Kürzungen der Theater- und Orchesterfinanzierung des Landes einseitig zu Lasten Halles gegangen sind. Auch andere Ergebnisse der Kulturpolitik müssen neu betrachtet werden. Der Gründungskonsens des Landes, das Halle die Kulturhauptstadt von Sachsen-Anhalt ist, darf nicht angetastet werden. Hier gilt es, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Die Zusammenarbeit im mitteldeutschen Raum gilt es da weiter auszubauen, wo der gemeinsame Nutzen erkennbar ist. Die Rolle unserer Stadt in Beziehung zu Leipzig sollte aus meiner Sicht noch stärker und selbstbewusster diskutiert werden.

Die Folgen der Zuwanderung, die möglichst schnell begrenzt und besser gesteuert werden muss, wird uns noch länger beschäftigen. Das Stichwort "Integration" ist in aller Munde. Wichtig ist aber auch, andere Folgen in den Blick zu nehmen. Das Land wird nach Aufgabe der Nutzung des ehemaligen Maritim-Hotels als Flüchtlingsunterkunft dabei helfen müssen, die Entwicklung des Standortes mit zu begleiten. Abriss und Neubeplanung dürfen nicht nur Aufgabe der Stadt sein.

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